Dieses Angebot wird voraussichtlich im Jahr 2026 wieder angeboten.
Eine Wanderwoche in Verbindung mit Orchideen, bunten Blumenwiesen, Kräuterkunde und geologischen Streifzügen durch die Erdgeschichte der Eifel.
Die harmonische Eifel-Landschaft ist das Ergebnis einer langen, sich über 400 Millionen Jahre erstreckenden geologischen Geschichte. Im Erdzeitalter des Devons vor ca. 350 – 400 Millionen Jahren, war die Eifel Meeresgebiet, wo Sand- und Tonsteine zur Ablagerung kamen und Korallenriffe gebildet wurden. Nach der Auffaltung des Meeresbodens im Zuge der Bildung des Rheinischen Schiefergebirges, erlebte die Eifel in der Buntsandstein-Zeit vor ca. 220 Millionen Jahren trockenes Wüstenklima, aber auch subtropische Bedingungen. Vor ca. 65 – 2 Millionen Jahren entfaltete sich der noch heute landschaftsprägende Tertiärvulkanismus. Prägend für die jüngste Zeit, im Quartär, waren die verheerenden Vulkanausbrüche in der West- und Osteifel, besonders bekannt durch die Eifelmaare.
Indessen finden wir in den Schutzgebieten und Biotopen der Eifel, die zu unseren Exkursionszielen gehören, eine abwechslungsreiche, artenreiche Fauna und Flora (Biodiversität): Orchideen, Wildkräuter, Schmetterlinge, Vögel und geologisch sehr aufschlussreiche Fundstellen, wecken nicht nur bei Kennern Interesse in höchstem Maße, sondern auch die eines jeden Naturfreundes. Die täglichen Naturaktivitäten unter der Leitung mehrerer sach- und fachkundiger Eifelkenner, die allgemeinverständlich präsentieren und dozieren, sind bei den Gästen sehr beliebt. Sie bringen das wichtige Interesse mit und fügen viel Herzblut hinzu. Zu dieser von Spannung getragenen Exkursionswoche sind auch Sie herzlich eingeladen.
Bei der extremen Unterschiedlichkeit der Bodenstruktur, der Ausrichtung der Standorte und des Wasserhaushalts, sollte unser Natur- und Kulturraum in Fundorte unterteilt werden:
Im Besonderen sind zu benennen:
Streuobstwiesen:
Sie sind zum Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten geworden. Am Auffälligsten ist der Artenreichtum an der Zusammensetzung des Unterwuchses erkennbar. Bunt blühende Kräuter wie u.a. Veilchen, Schlüsselblume, Margeriten, Witwenblume, Wiesensalbei, Klee- und Wicken-Arten um nur einige aufzuzählen, sind hier vorzufinden.
Feucht- und Nasswiesen:
Sie besitzen ebenso eine große Artenvielfalt und kommen vor allem in Tälern und Niederungen vor, aber auch in höheren Lagen, wo der Boden das Wasser staut. Auch begleiten Feuchtwiesen als Säume Fließgewässer, von denen sie bisweilen überschwemmt werden. Es entstanden artenreiche Grünlandgesellschaften auf relativ mageren Standorten.
Trockenrasen:
… sind lockere Rasengesellschaften, die aus kleinwüchsigen Gräsern und Kräutern bestehen. Natürlich wachsen sie auf sonnigen, trockenen und warmen Steilkanten, Felshängen und Felsmauern. Der Boden ist sehr flachgründig und kann wenig Wasser speichern. Zu den auffälligsten Blumen der Trockenrasen zählt u.a. die Küchenschelle.
Halbtrockenrasen:
… sind arten- und blütenreiche Wiesen auf wasser- und nährstoffarmen und flachgründigen Kalkböden. Typische Gräser der Halbtrockenrasen sind verschiedene Schwingel- und Federgrasarten, sowie Aufrechte Trespe und zahlreiche Orchideenarten.
Wacholder- und Heidelandschaften:
Sie bestehen fast nur aus Heidekrautgewächsen. Wir finden vor allem die rötlich-violette Besenheide oder Caluna-Heide.